Das Problem der niedrigen Zinsen

Die Aktienmärkte stürzen ab, die Kurse fallen immer schneller. Das Börsenjahr 2016 hat nicht gut begonnen. Die internationalen Investoren fliehen in vermeintlich sichere Anlageformen, wie deutsche Staatsanleihen. Deren Maßindex, der Bund Future, steht auf einem Allzeithoch.

Das Problem der niedrigen Zinsen

Mittlerweile steht der Bund Future bei fast 165 Punkten, was bedeutet, daß Anleihen mit einer Laufzeit bis zu 8 Jahren eine NEGATIVE RENDITE aufweisen. Das bedeutet, die Investoren nehmen in Kauf, daß sie für das parken des Anlagegeldes in Anleihen weniger wieder zurückerhalten, als sie investiert haben!!!

Dieses irrationale Verhalten liegt auf der einen Seite in der Zinspolitik der Europäischen Zentralbank begründet. Aber in den letzten Tagen eben auch mit der Furch der Investoren vor weiteren Verlusten an den Aktienmärkten. Der Bund Future ist damit so etwas wie ein Gradmesser der Angst. Wenn Aktienfonds Manager ihre Positionen abstoßen und dafür lieber „sichere Anleihen“ kaufen, dann stimmt etwas grundlegend nicht an den Märkten.

Aber was lässt die Aktienmärkte weltweit so einbrechen?

Ausgelöst wurden die ersten Kursverluste von den schlechten wirtschaftsdaten aus der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt: China. Die Zahlen deuten auf eine deutliche Verlangsamung der Wirtschaftsleistung hin. Damit fällt der Konsum in China als Wachstumsmotor der Weltwirtschaft aus. Und damit haben die exportorientierten Länder Probleme, besonders die rohstoffreichen Exportnationen.

Besonders betroffen sind die Länder, die Rohöl als wichtigste Einnahmequelle haben. Der Rohölpreis ist durch die schwächere Nachfrage aus China, aber besonders auch durch das Überangebot durch Fracking Firmen in den USA stark gesunken. Das würgt widerum die Wirtschaft der Erdöl exportierenden Staaten ab, denn diese Länder müssen ihre Ausgaben kürzen durch die verminderten Einnahmen. Das widerum bringt eine deflationäre Spirale in Gang.

Man sieht also, daß sich an den Aktienmärkten dunkle Wolken zusammen brauen, denn wenn sich die Weltwirtschaft in eine Rezession bewegt, dann werden die Firmen auch weniger Gewinn machen. Und damit werden die Bewertungen an den Börsen sinken und die Aktienkurse fallen. Doch hier ergeben sich dann auch Chancen in Fonds zu investieren, denn man sollte lieber dann in Fonds investieren, wenn die Kurse niedrig sind. Das schwierige daran ist nur zu erkennen, wann bei Aktien der Boden erreicht ist und man in Investmentfonds einsteigen kann.

Besonders beliebt sind in den letzten Jahren die Dividenden Fonds geworden, denn bei den niedrigen Zinsen macht eine Kapitalanlage in Dividendenstarke Aktien Sinn. Selbst wenn die Kurse mal fallen sollten bekommt man durch die Dividende weiterhin einen Ertrag auf seine Aktien, wenn der Dividendenfonds die Erträge ausschüttet.

Bevor man sich für einen Investmentfonds entscheidet, sollte man sich gut über die Anlagestrategie und die Kosten informieren. Leider kann man nicht direkt die Rendite von Fonds vergleichen, aber zumindest die Wertentwicklung der vergangenen Jahre. Dabei lassen sich wenigstens Anhaltspunkte finden, wie gut das Fondsmanagement arbeitet und man kann davon ausgehen, daß dies auch in Zukunft gilt. So wird der Fonds immer besser als die Konkurrent verwaltet werden. Wer die besten Fonds der vergangenen Jahre finden möchte, der kann die Wertentwicklung von Fonds auf fondsvergleich365.de vergleichen.

An die gesetzliche Krankenversicherung gebunden

Wieder einmal ist ein Monat zu Ende, die Zeit vergeht so wahnsinnig schnell. Aber immerhin ist am 1. Gehaltstag! Ein Grund zur Freude! Oder auch nicht, wenn ich mir meine Abzüge in diesem Monat mal wieder anschaue.

KrankenkassenSozialversicherung und Lohnsteuer schmälern mein Gehalt und selbstverständlich das Entgelt der übrigen angestellten Bevölkerung in Deutschland. Die höchsten Abzüge aus der gesetzlichen Sozialversicherung stammen von der Rentenversicherung und der Krankenversicherung. Aus der gesetzlichen Rentenversicherung komm ich als Angestellter einfach nicht raus, die Beiträge sind zu zahlen! Aber gab es nicht bei der gesetzlichen Krankenversicherung die Option, aus dem staatlichen Krankensystem auszutreten oder dessen Leistung zu verbessern??

An die gesetzliche Krankenkasse ist man gebunden, wenn man nicht über der Versicherungspflichtgrenze verdient

Die gesetzliche Krankenversicherung ist ein Pfeiler des deutschen Sozialversicherungssystems, das seit dem späten 19. Jahrhundert unter Bismarck in der Bundesrepublik eingeführt wurde. Bei der gesetzlichen Krankenversicherung handelt es sich um den ersten Sozialversicherungsbereich, sie trat 1883 in Kraft und übernimmt bis heute ganz oder teilweise Krankheits- und Unfallkosten ihrer Versicherten. Auch einige Kosten infolge von Schwangerschaft und Mutterschaft werden von der gesetzlichen Krankenversicherung geleistet.

Träger der gesetzlichen Krankenversicherung sind die gesetzlichen Krankenkassen, von denen es momentan 110 gibt. Die Zahl der Kassen hat sich übrigens in der Vergangenheit reduziert, unter anderem durch Fusionen und als Resultat von Gesundheitsreformen. Reformen sind der gesetzlichen Krankenversicherung nur zu gut bekannt, wobei einige dieser für die Versicherten höhere Beiträge oder weniger Leistung erbrachten.

Die Leistungen bei der GKV sind vorgegeben

Die Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung sind fast vollständig per Gesetz verankert, Spielraum bleibt den gesetzlichen Krankenkassen da kaum. Die wenigen Mehrleistungen, die in den Satzungen der Kassen verankert sind, sowie Prämienzahlungen und Wahltarife bilden zumindest eine kleine Vergleichsmöglichkeit zwischen den gesetzlichen Krankenkassen, da neben Leistungen inzwischen auch die Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung vom Gesetzgeber festgelegt sind. Mehrleistungen bzw. Satzungsleistungen der gesetzlichen Krankenkassen können verbesserte Bedingungen, Zuschüsse oder erhöhte Kostenübernahme bezüglich Schutzimpfungen, alternativen Heilmethoden, Vorsorgeprogrammen und -untersuchungen betreffen.

Die Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung ändern sich wenig

Der Beitrag für die gesetzliche Krankenkasse richtet sich nach dem jeweils gültigen Beitragssatz, der seit einiger Zeit bei 14,6 Prozent liegt und auf das Bruttoeinkommen des Versicherten bis zur Beitragsbemessungsgrenze der Kranken- und Pflegeversicherung berechnet wird. Über die Bemessungsgrenze hinausgehendes Entgelt des Versicherten wird bei der Beitragserhebung nicht berücksichtigt. Den Beitragssatz der gesetzlichen Krankenversicherung teilen sich Arbeitnehmer und Arbeitgeber übrigens, wobei derzeit auf den Arbeitnehmer 8,2 Prozent entfallen, auf den Arbeitgeber 7,3 Prozent.  Dies soll sich in Zukunft aber wieder ändern.

Seit Jahren werden die Beiträge zur Pflegeversicherung angepasst und leicht erhöht. Das gilt natürlich nicht für die geförderte Pflegezusatzversicherung, denn diese ist ja eine private Form der Absicherung. Die Leistungen und Beiträge der Pflegezusatzversicherung unterscheiden sich recht ordentlich, weshalb ein Tarifvergleich Sinn macht. Bei einem Pflegezusatzversicherung Vergleich kann man die Beiträge der Anbieter vergleichen. Dabei sollte man aber auch auf die wirtschaftliche Stabilität des Anbieters achten. Denn nur bei wirtschaftlich stabilen Anbietern von privaten Pflegezusatzversicherungen ist zu erwarten, daß die Beiträge in Zukunft stabil bleiben.

Außerdem können gesetzliche Krankenkassen Zusatzbeiträge gegenüber ihren Versicherten erheben, diese Möglichkeit besteht seit Einführung des Gesundheitsfonds. Seither werden alle Gelder der Beitragszahler und Steuergelder im Gesundheitsfonds gesammelt und unter Berücksichtigung der Versichertenstruktur an die einzelnen gesetzlichen Krankenkassen ausgezahlt. Es soll ein Ausgleich zwischen jungen und alten Versicherten, zwischen gesunden und kranken Versicherten sowie hohen und niedrigen Beitragszahlungen aller Kassen geschaffen werden. Eine Übersicht über den aktuellen gesetzliche Krankenkassen Zusatzbeitrag findet man hier.

Das vom Gesundheitsfonds zugeteilte Kapital dient den gesetzlichen Krankenkassen zur Finanzierung von Leistungen und ihres Verwaltungsapparates. Reicht dieses Kapital nicht, müssen Zusatzbeiträge erhoben oder erhöht werden, dann haben Versicherte ein Sonderkündigungsrecht und können wechseln. Als Anreiz bieten einige gesetzliche Krankenkassen im Gegenzug Prämien.

Ab 2015 hat sich sich mal was geändert

Der Sonderbeitrag von 0,9 Prozent, den die Arbeitnehmer zu tragen haben, soll in Zukuft wegfallen. Deshalb vermuten Experten, dass im kommenden Jahr kaum eine gesetzliche Krankenkasse mehr ohne höhere Zusatzbeiträge auskommen wird. Und dann werden viele Versicherte trotz Beitragssatzsenkung der gesetzlichen Krankenversicherung nicht mehr Geld oder sogar weniger Geld am Ende auf ihrer monatlichen Abrechnung vorfinden. Doch wen betrifft die Änderung des Beitragssatzes, wer ist in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert?

Wer alles in der gesetzlichen Krankenkasse versichert wird

Es gibt drei Arten von Versicherten in der gesetzlichen Krankenversicherung: Pflichtmitglieder, freiwillig Versicherte und kostenfrei mitversicherte Familienangehörige. Wer Pflichtmitglied ist, regelt der Gesetzgeber. Zu den Pflichtmitgliedern der gesetzlichen Krankenversicherung zählen insbesondere Arbeitnehmer mit einem Einkommen unterhalb der Jahresarbeitsentgeltgrenze (auch Versicherungspflichtgrenze), Rentner sowie Empfänger von Arbeitslosengeld I und II. Bei Erfüllung verschiedener Bedingungen sind bzw. können sich Pflichtmitglieder von der Versicherungspflicht befreit bzw. befreien lassen.

Da in Deutschland eine Krankversicherungspflicht vorherrscht, müssen sich Versicherungsfreie (Selbstständige zum Beispiel) entweder freiwillig in der gesetzlichen Krankenversicherung absichern oder sich bei einer privaten Krankenversicherung versichern. Dies gilt beispielshalber auch für Arbeitnehmer mit einem regelmäßigen Einkommen über der relevanten Jahresarbeitsentgeltgrenze, die jedes Jahr neu berechnet wird. Da die private Krankenversicherung bessere Leistungen bietet, ist diese Option natürlich interessant. Die Beiträge und Leistungen der PKV unterscheiden sich zwischen den Anbietern wesentlich stärker, als dies bei der GKV der Fall ist. Deshalb sollte man vor dem Abschluß einer privaten Krankenversicherung einen PKV Vergleich der verschiedenen Tarifleistungen vornehmen. Leider ist ein Wechsel in die private Krankenversicherung nur für Menschen mit einem hohen Einkommen möglich, was auf mich nicht zutrifft.

Fazit: Da ich angestellter Arbeitnehmer bin, ohne die Jahresarbeitsentgeltgrenze regelmäßig zu überschreiten, gelte ich als pflichtversichert in der gesetzlichen Krankenversicherung. Raus komm ich nicht aus dem staatlichen Krankensystem. Ich kann mir lediglich eine gesetzliche Krankenkasse aussuchen, wobei der Beitragssatz bei allen gleich ist und die Leistungen größtenteils ebenfalls. Es bleiben vor allem Zusatzbeiträge und Mehrleistungen als Vergleichsmittel und hier muss aber jeder selbst entscheiden, was wichtig ist und sinnvoll. Ob Naturheilverfahren oder doch die professionelle Zahnreinigung?! Ich bin derzeit zufrieden und verbleibe bei meiner Kasse.

Durch die ständigen Preissteigerungen wird vermutlich aber auch meine Kasse den  Zusatzbeitrag erhöhen müssen. Abwarten, was die Bundesregierung zukünftig für Neuregelungen für uns Bundesbürger parat hält. Sobald ein Zusatzbeitrag von meiner Krankenkasse für das neue Jahr bestätigt wird, werde ich mich noch einmal informieren und die Kassen bezüglich Zusatzbeiträgen, Mehrleistungen, Prämien und Wahltarifen vergleichen.
Bis dahin heißt es – Daumen drücken! Eventuell bleibt mir ja ein höherer Zusatzbeitrag erspart und Dank des möglichen Wegfalls des Sonderbeitrags muss ich dann monatlich „nur noch“ 7,3 Prozent meines Einkommens an die gesetzliche Krankenversicherung abführen. Dann könnte ich sogar über eine private Krankenzusatzversicherung nachdenken, um mehr Leistung im Krankheitsfall zu erhalten! Eine Übersicht über die private Zusatzversicherung und einen private Krankenkassen Vergleich kann man hier erhalten.

Voidland.com startet

Herzlich willkommen bei der neuen Webseite voidland.com! Hier werden wir in der nächsten Zeit Beiträge zu den verschiedensten Bereichen und Themen veröffentlichen. Bitte sehen Sie öfters wieder vorbei, denn es wird sich lohnen!